Schwimmverband und DLRG
 
 
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Ausgangslage

Für Deutschland liegen zur Zahl der Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmer bei den unter 14-Jährigen unterschiedliche Angaben vor, sodass je nach Altersgruppe, Prüfkriterium und -verfahren Quoten zwischen 3 und 30 Prozent genannt werden. Für das Ende der Grundschulzeit werden ca. 10 Prozent als realistisch angesehen, zusätzlich dazu ein entsprechender Prozentsatz unsicherer Schwimmerinnen und Schwimmer.

Mit verschiedenen Maßnahmen, insbesondere der Intensivierung des Angebots von Schwimmkursen, soll sich die Zahl der Kinder, die nicht oder nur unsicher schwimmen können, reduzieren.

In einer Vielzahl der in NRW geförderten Initiativen und Schwimm-Lern-Angebote der letzten Jahre zeigte sich, dass besonders erfolgreiche und nachhaltige Projekte Netzwerkstrukturen auf kommunaler Ebene nutzten, um sowohl die Angebots- als auch die Raumsituation wesentlich zu verbessern.

Unter der Federführung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport (MFKJKS), des Landessportbunds NRW, des Schwimmverbands NRW und der Landesverbände der DLRG wurde darauf basierend das Projekt "Schwimmen lernen in NRW" im Rahmen der Landesinitiative QuietschFidel ins Leben gerufen. Durch die Auswahl von fünf Modellkommunen mit sehr unterschiedlichen strukturellen Voraussetzungen sollten Vorlagen für möglichst viele kommunale Folgeprojekte erarbeitet werden.

Dieses Vorhaben wurde mit sichtbarem Erfolg umgesetzt, sodass NRW den Grundstein für eine Vorreiterrolle im Bereich flächendeckender Maßnahmen gegen die bundesweit defizitäre Schwimmerquote legen konnte. Hier wurden über Jahre Erfahrungen gesammelt, wie Maßnahmen zur Verbesserung der Schwimmfähigkeit vor Ort umgesetzt werden können. Die Erfahrungen fließen in die vorliegende Handreichung ein. Diese soll interessierte und motivierte Personen in Kommunen dabei unterstützen, die Anzahl schwimmfähiger Kinder und Jugendlicher zu erhöhen und ihnen das Wasser als weiteren Bewegungsraum sicher zugänglich zu machen.